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1 Stunde mit: Resident Evil: Operation Raccoon City

Resi

“Resident Evil 4” war für nicht wenige Horrorfans der unbestrittene Höhepunkt jener Reihe, die den Survival Horror endgültig in den Mainstream gehievt hat. Nach dem extrem enttäuschenden “Resident Evil 5” wartet die Spielewelt nun gespannt auf Teil 6 der nach ersten Meldungen noch actionbetonter (böse Zungen würden sagen: dümmer) werden soll. Mir persönlich schwant da sehr Übles.

Aber bis es so weit ist, soll uns der ungewöhnliche Ableger “Resident Evil: Operation Raccoon City” bei Laune halten. Die Kanadier von Slant Six Games, die bislang für drei “SOCOM”-Titel verantwortlich zeichnen, zeigen euch die zombifizierte Stadt Raccoon City aus einem anderen Blickwinkel. Nämlich durch die Nachtsichtgläser einer knallharten Elitetruppe namens Wolfpack (schon mal +1 für den geilen Namen). Die soll alle Beweise des Zombieausbruchs vernichten, den der bescheuerte Umbrella-Konzern im eigentlich beschaulichen Städtchen Raccoon City verursacht hat. Ernsthaft, Umbrella scheint die ineffizienteste Firma der Welt zu sein. Woher nehmen die eigentlich die ganze Kohle für ihre planlosen Panschereien? Hat schon mal IRGENDWAS geklappt, was Umbrella vorhatte? Basteln seit Jahren und Jahrzehnten an genetisch veränderten Supersoldaten, können aber die Labortür nicht geschlossen halten, oder wie? Überhaupt, an welche Zielgruppe richtet sich eigentlich ihr Produkt: Menschenfressende Untote? Darin scheinen sie ja Marktführer zu sein.

Egal. In “Operation Raccoon City” seid ihr nun also Mitglied dieser schwarzgewandeten Lack- und Ledertruppe. Das heißt: Ihr ballert euch an der Seite eurer minderbemittelten KI-Kameraden durch dunkle Gänge, dunkle Straßen und dunkle Dunkelheit, investiert gewonnene Erfahrungspunkte in bessere Ausrüstung oder stärkere Wummen und wechselt zwischendurch mal den Charakter, wenn euch danach ist. Klingt nach einem Mix aus “Call of Duty” und “Left 4 Dead” (was meiner unmaßgeblichen Meinung nach immer noch der absolute und unangefochtene König im Zombiegenre ist) und hat mit dem Urprinzip von “Resident Evil” nicht mehr viel zu tun. Ob’s trotzdem Spaß macht, zeigt euch diese erste Stunde.


Alte “Resi”-Fans hier? Dann habt ihr sicherlich jede Menge zu sagen. Zögert nicht und haut eure Meinung zu “Operation Raccoon City” schwungvoll in die Tasten. Zur kleinen Inspiration mag diese feine Screenshot-Galerie dienen.


Jetzt aber: Was haltet ihr von “Resident Evil: Operation Raccoon City”? Gelungene Neu-Interpretation oder uninspiriertes Geballer vom Grusel-Grabbeltisch?

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