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Thema: Mass Effect: Allianz, Flotte und Flottille

Vor fast 3 Jahren von Brala gestartet

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Games: Mass Effect, Mass Effect 2

  • Mass Effect
  • Mass Effect 2
  1. Brala

    Registriert am: 02.09.10

    Beiträge: 6269

    Heyho Forum!

    Vor einiger Zeit habe ich im Forum für mehr Fanfictions geworben. Die Resonanz dazu hat mich dann dazu bewogen, eine meiner eigenen Fanfiction schließlich hier zu veröffentlichen, was ich nun auch tun werde.
    Und das größte Interesse kam dann zu meiner Mass Effect-Fanfiction, an der ich momentan arbeite.
    Zur Info:
    In meiner MEFF(Mass Effect-Fanfiction) geht es ausnahmsweise um ein Gefühlsdrama, also auch für mich Neuland. Dabei wird Shepard meine eigene Shepard aus meinem ersten Durchgang sein: Schwarzhaarig, teilweise Abtrünnige Persönlichkeit. Ihr frühes Leben spitzte sich als Kolonisten im Vorfall auf Mindoir, welches später durch die Tragödie von Akuze fasts chon im Schatten gestellt wurde. Sie ließ den Raz sterben und schlug ihrerseits Anderson als Vertreter der Menschen vor.

    Die Handlung in meiner MEFF ist wie folgt:
    In Mass Effect 1 und 2 bildete Tali Zorah einer meiner Lieblingscharaktere darm weswegen ich umso enttäuschter war, dass eine Beziehung mit ihr in ME2 nicht als Frau möglich war. Und genau dieses Dilemma wird in meiner Fanfiction thematisiert. Aber neben dem Gefühlsdrama, werde ich auch weitere Mass Effect-Momente einbauen, die man aus der Scifiction-Trilogie kennt. Also keine Sorge, für diejenigen, die es vielleicht etwas klassisch haben wollen.

    Noch eine kleine Info: Da ich gerade mein Abi mache, werde ich in nächster Zeit Probleme haben, rechtzeitig Kapitel nachzufügen, weswegen ich bitte, falls der Fall kommt, das ich ganze 2 Wochen nichts neues aktualisiere, mir nicht an die Gurgel zugehen. Falls ich aber einen ganzen Monat brauche, dann könnt ihr schon mit den Drohungen anfangen^^

    Bevor ich es vergesse: Kritiken sind erwünscht. ich bin zwar empfindlcih gegenüber Kritiken, aber lasst euc davon nicht abschrecken, jeder der schreibt, muss damit klar kommen, also zögert nicht.
    Falls ME-Logikfehler auftreten, mir das sofort sagen! Es ist zwar eine FF, aber dennoch möchte ich nicht die Mass Effect-Logik widersprechen.


    Das wars auch schon:
    Hier kommt meine versprochene Fanfiction: Mass Effect: Allianz, Flotte und Flottille.
    Und heute zur Eröffnung stelle ich glecih zwei Kapitel On, damit der Start etwas mehr Fleisch auf den Knochen hat.

    [b]1.Kapitel :
    Das Wiedersehen.[/b]


    Der Lippenstift ging auf die Lippen nieder. Er bedeckte die Lippen mit einem knalligen Rot, dass sofort ins Auge stach.
    Shepards Stirn ging in Falten der Zweifel über. "Sieht nuttig aus", murmelte sie kritisch, während sie sich durch das dunkle Haar strich. Sie wischte sich den Lippenstift ab und legte ihr übliches schwarzes Gegenstück auf ihrem Mund. Sie lächelte sich dann im Spiegel an. "Sieht schon besser aus."
    Shepard begann, wie etliche Male vorher, sich im Spiegel zu begutachten. Sie hatte sich kaum von vor zwei Jahren geändert, was sie zum schmunzeln brachte. Sie war wie wiedergeboren.
    Aber dennoch war sie nicht perfekt gewesen. Auf ihrer linken Gesichtshälfte fraß sich förmlich glühende Narben durch die Haut. Sie biss sich auf die Lippen. Bei Ausflügen auf der Citadel kam es sogar vor, dass sogar Kinder, zumeist Menschenkinder, sich vor ihr fürchteten. Grunt empfand das damals als belustigend und auch Shepard musste drüber lachen. Aber nun hasste sie die Narben. Sie waren ein Zeugnis ihres Versagens gewesen.
    Gemeinsam mit ihren leicht glühenden Augen, bildete Shepard eine dunkle Variante ihrer selbst, von vor zwei Jahren.
    Sie seufzte schwer. Wenn sie über ihr Vorhaben nachdachte, wollte sie sich nur noch in ihrer Kabine verstecken. Aber was sollte das? Sie hatte Armeen der Geth niedergestreckt, ein mechanischen Gott und hatte sich sogar den Tod gestellt und kehrte jedes mal wieder zurück. Und nun traute sie sich nicht einmal nach unten zu gehen um eine alte Bekannte wieder begrüßen zu dürfen. Wieso hatte sie sich eigentlich so schick gemacht? Würde ihre alte Kameradin so sehr auf ihr Aussehen achten?
    Shepard blickte ihr Spiegelbild, ohne ihn richtig zu erfassen. Ihre Gedanken schweiften ab und rotierten. Aber sie fanden kein schlüssiges Ende.
    Shepard seufzte schwer, entzog sich den Griff des Spiegels und ging zum Fahrstuhl. Die Türen öffneten sich zischend und offenbarten einen kleinen leeren Raum. Sie trat in die Kabine ein und schon schlossen sich der Fahrstuhl hinter ihr.
    "Maschinenraum, EDI", sagte Shepard mit ruhiger Stimme, dabei sich an einer Seitenwand anlehnend. Augenblicklich begann die Kabine zu vibrieren und sie fühlte, wie sie nach unten bewegt wurde.
    Das Surren des Fahrstuhls bohrte sich ihr wie jedes mal in den Kopf, was ihr unbehaglich war.
    "EDI", sagte Shepard mit einem leichten Schmunzeln. "Könntest du bitte Musik abspielen?"
    "Das ist möglich, Shepard", erwiderte die mechanische Computerstimme des Schiffes, "Was wäre Ihnen am liebsten?"
    Shepard dachte für einen Moment lang an. Bevor sie lachend die Schultern zuckte. "Ode an die Freude, Beethoven", sagte sie orientierungslos, weil sie zu sehr in Gedanken war, als genauer drüber nachzudenken.
    Kaum eine Sekunde später erklang tatsächlich die Musik, die sie vorgeschlagen hatte und sie ließ sich in den antiken Noten, die vor Ewigkeiten komponiert wurden, fallen. Aber kaum konnte sich Shepard an die Musik gewöhnen, schon fuhren die Wände der Kabine auseinander und die 'Ode an die Freude' hörte so plötzlich auf, wie sie angefangen hatte.
    Sie holte tief Luft und stieg dann in trägen Schritten aus. Sie war da. Im Maschinenraum. Aber sie konnte sich dies kaum bewusst machen, als plötzlich jemand ihr entgegen kam. Es war ihr alter Kamerad, gewesen, der schon vor zwei Jahren mit ihr in den Kampf zog. Ein Turianer namens Garrus Vakarian, der nun auf der linken Seite eine Bandage trug, wo sich eine eigene Narbe sich durchzog.
    Shepard musste ungewollt an ihr Spiegelbild denken.
    "Hey Shepard", grüßte er sie freundlich und hob die Hand. "Welch Zufall hier unten aufeinander zutreffen, nicht?"
    Shepards linke Augenbraue drängte sich nach oben, und ihre Mundwinkel hoben sich ebenfalls. "Meinen Sie? Ich mache doch immer meine Touren durch die Normandy. Ich vertraue zwar EDI, doch will ich selbst sicher gehen, wie der Zustand meines Schiffes ist."
    Garrus griff sich mit der Hand, die er vorher erhoben hatte, an einem der Hörner seines Hinterkopfes. "Ja, richtig. Da fällt es mir wieder ein."
    Sie lächelte ihm belustigt an, und wollte schon weitergehen, als er sie aufhielt. "Shepard, wie wäre es mit einem Ausflug oder sowas ähnlichem?"
    Sie legte ihren Kopf schief und presste ihre Fäuste an ihren Seiten. "Wir meinen Sie das?"
    "Ein Ausflug, Sie wissen schon", begann der Turianer zu erklären und begann nervös zu klingen, "Wir könnten ja auf einem wilden Planeten gehen und vielleicht etwas jagen. So ein Wettkampf... oder so..."
    Shepard griff sich mit der Rechten an ihrem Mund und lachte auf. "Schöne Idee, Garrus!", erwiderte sie munter und lächelte ihm an. Er erwiderte es strahlend zurück. "Aber würde das nicht mit Grunt besser sein? Er wäre sicherlich eine größere Herausforderung, als ich " Sie nickte plötzlich, aufgrund des Gedankens. "Genau, Grunt scheint ohnehin in letzter Zeit zu viel Energie zuhaben. Das könnte ihm helfen, etwas Dampf abzulassen!"
    Sie berührte ihm an der Schulter. "Wir können ja, später darüber reden. Ich muss dann mal."
    "Ja, ja, bis später Shepard", murmelte Garrus murrend und schritt an ihr vorbei zum Fahrstuhl.
    Shepard achtete nicht mehr auf ihren Kollegen und ging stattdessen weiter. Dabei hatte sie das Gefühl als ob ihre Brust von innen sich zusammenzog und dabei wusste sie nicht einmal, weshalb.
    Und dann sah Shepard sie.
    Sie stand mit ihrem Rücken zu ihr und hatte sich anscheinend, nachdem sie nach zwei Jahren für ihre Heimat, die Flottille, gearbeitet hat, in der neuen Normandy schnell eingelebt. Tali Zora vas Neema, ehemalige nar Rayya, hatte einst mit Shepard um das Schicksal der Galaxie gekämpft. Und nun kämpfte sie ein weiteres Mal an ihrer Seite.
    Das machte Shepard sehr glücklich, denn neben Garrus, gehörte Tali zu den wenigen ihrer alten Crew, welche ihr nicht den Rücken kehrten, bildlich gemeint.
    Aber aus einem Grund, den Shepard nicht verstand, war ihre Freude ihr gegenüber größer, als es bei Garrus war. Und bei ihm war ihre Freude schon eine große gewesen.
    Vielleicht lag es daran das Tali wie eine Schwester für sie war?
    Shepard schüttelte den Kopf. Sie stand direkt hinter Tali und statt sie richtig willkommen zu heißen, dachte sie über Sachen nach, die im Moment zweitrangig waren.
    Sie räusperte sich: "Tali?"
    Die quarianische Mechanikerin drehte sich verwundert um. "Shepard, schön Sie wieder zusehen!"
    Ihre Stimme verriet tatsächlich Freude, was Shepard zutiefst glücklich machte. Plötzlich war all der Druck, der sich auf ihe Schultern geladen hat, wie aufgelöst gewesen. Sie hatte das Gefühl auf einer Wolke zu schweben.
    "Es ist schön Sie wieder am Bord zuhaben, Tali", erwiderte Shepard glücklich und legte ihre Hand auf dessen Schulter.
    "Ich finde es ebenfalls schön wieder hier zu sein", sprach die Quarianerin freudig. Dann legte sie ihr Kopf leicht schief. "Aber es ist nicht mehr dasselbe."
    Auf der Stirn der schwarzhaarigen Menschenfrau bildeten sich Sorgenfalten. "Möchten Sie darüber reden?"
    Tali sah zuerst zu Ken und Gabby, zwei weiteren Crewmitglieder Cerberus, nickte dann und wies auf den Gang neben sich. Schweigsam gingen beide ihm hinab, wobei Shepard das Gefühl hatte, als würde ihr Herz, das ganze Schiff zum Schlagen bringen.
    "Es ist nicht die selbe Normandy", sagte Tali plötzlich melancholisch. "Cerberus hat sich viel Mühe gegeben, die alte Normandy zu kopieren aber... Es ist nicht dieselbe. Sie wirkt leer. Es fehlen Techniker Adams und Navigator Presley. Es ist traurig, das sie nicht mehr da sind..."
    Shepard kam einen Schritt ihr näher. Ihr Gesicht war vom Leid gezeichnet, das sie erlitten hatte und damit waren nicht die Narben gemeint. "Ich weiß, wie Sie sich fühlen, aber mehr haben wir nicht. Und das muss genügen, damit wir unsere Mission erledigen können." Sie lächelte Tali erleichtert an. "Aber ich bin froh, Sie hier zuhaben."
    Die Quarianerin nickte. Für diesen einen Moment schien es so als würde sich ein unausgesprochenes Band des Vertrauens zwischen ihnen zeigen. Shepard hatte das Gefühl, als würde sich ihr Hals verknoten.
    Plötzlich rammte Tali ihre linke Hände in die Seite. "Mission sagten Sie, Shepard?" Ihre feingliedrige, rechte Hand fuhrzu ihrer Maske. Sie legte den Kopf schief. "Ihre Mission oder Cerberus'?"
    Die schwarzhaarige Menschenfrau schluckte. Die vorher angenehme Stimmung verschwand. Sie hatte die Ablehnung Tali gegenüber Cerberus schon vorher gespürt. Sie atmete schwer ein, bevor sie antwortete, "Ich arbeite nicht für sie, sondern sie für mich!" Ihr war das Vertrauen Talis sehr wichtig gewesen, mehr als ihre Verbindung zu Cerberus, trotz allem was die Pro-Menschen-Gruppe für sie getan hat.
    "Ist das so?", erwiderte die Quarianerin fast schon spöttisch, was für Shepard sich gleich einer Klinge in ihren Rippen anfühlte, "Also waren Sie es, die die ganzen Wanzen im Schiff versteckt haben?"
    Die schwarzhaarige Menschenfrau musste sich schwer im Zaun halten, um keine Grimasse zu ziehen. Mordin hatte dies bereits angedeutet, dennoch tat ihr es weh, dies von einer ihr vertrautesten Kameraden zuhören.
    "Hören Sie Shepard", fuhr Tali fort, und diesmal war ihre Stimme sanftmütiger gewesen, was für die Angesprochenen viel erleichtender war. "Ich bin nur besorgt. Ich weiß, wie schwer für Sie das alles ist. Und da brauchen Sie eben jemanden, den sie vertrauen können, da Cerberus keine Gnade zeigen wird, wenn es hart auf hart kommen wird." Nun lag es an der Quarianerin ihre Hand auf der Schulter von Shepard zulegen. "Wenn Sie mich brauchen, Shepard, werde ich für Sie da sein."
    Nun schlug das Herz des Commanders so intensiv, das sie die Befürchtung hatte, es würde die Stimme Talis verdrängen. Ein warmes Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht, ohne das sie es verhindern konnte. Sie lag ihre eigene Hand auf die Talis und genoss die Berührung, trotz des Anzuges, der sich um den Körper der Quarianerin legte. Es vergingen einige Momente der Ruhe, die Shepard von Herzen genoss, bis sich Tali räusperte. Sie zog ihre Hand zurück. "Ich muss dann wieder." Sie wollte wieder gehen, als die schwarzhaarige Menschenfrau sie plötzlich aufhielt. "Tali", begann sie mit zittriger Stimme, "Wenn was ist, egal was, können Sie ruhig mit mir reden. Ich bin für Sie da und..."
    Tali lachte, als hätte sie einen Witz gehört, oder etwas ähnlich unterhaltsames, "Ich weiß, Shepard. Vielen Dank auch, aber ich muss wirklich los!"
    Sie riss sich von Shepards Händen und tänzelte fast dem Gang hinab und verschwand dann an der nächsten Ecke.
    Aber Shepard war stehen geblieben. Sie hatte sie mit ihren Blicken gefolgt. Sie war in Gedanken versunken. Und dann ging sie selber. In eher trägen Schritten ging sie durch den Maschinenraum. Sie reagierte nicht auf die Grüße von Gabby und Ken. Sie reagierte auch nicht auf die Flüche Jacks, die im Unterdeck einen erneuten Anfall bekam und sie reagierte nicht auf Grunt, der der tätowierten Drohungen ausspie, damit sie endlich ruhig sei.
    Shepard, Commander der Normandy, schritt mit einem Leib, der für sie taub anfühlte durch die Normandy bis sie in den Fahstuhl trat. Dann ging sie in eine Ecke, des kleinen Raumes, flüsterte hörbar, "Meine Kabine, EDI" und als sich dann der Fahrstuhl in Bewegung setzte, gaben die Beine Shepards nach und sie hockte sich in der Ecke.
    "Shepard?", ertönte die mechanische Stimme der Normandy fast schon besorgt, sofern man das bei einer KI sagen konnte , "Ist alles mit ihnen in Ordnung?"
    "Ja, EDI", erwiderte Shepard seufzend und vergrub ihren Kopf zwischen ihren Händen, "Es ist alles in Ordnung..."




    [b]2.Kapitel:
    Ein neuer Auftrag[/b]

    Ein unnatürliches Husten kroch aus dem Rachen des Turianers, während er einige Meter von Kelly Chambers stand, dabei seitlich zu ihr stehend. Sie selbst war als der Yeoman dabei gewesen, die Nachrichten von Shepard und weiteren Crewmitgleider zu verwalten und nebenbei die Daten über das Verhalten und dem Zustand der Crew auszuwerten.
    Sie fuhr sich durch ihr brünetten Haare und runzelte die Stirn. Sie war in den Daten sichtbar vertieft gewesen. Ihre Augen zuckten fahrend über den Bildschirm und fassten nur für sehr wenige Augenblicke ein einziges Ziel. Ihre Finger tänzelten beinahe schon über die Tastatur.
    Beeindruckend ahmte Garrus einen Pfiff nach, jedenfalls war das Geräusch das er verursachte ein Äquivalent eines menschlichen Pfeifens.
    Lächelnd drehte sich Kelly zu ihm um, was ihm wiederum erst verdutzte, bevor ihm wieder einfiel, was er ursprünglich bei ihr wollte. "Ah, Miss Chambers, wie geht es Ihnen?"
    Kelly lächelte ihm belustigt an. "Was liegt nun auf ihrem Herzen, Garrus?"
    "Woher.. .ich meine, wie kommen sie drauf, das ich etwas will?"
    Kelly lachte ihm an. "Sie stehen schon seit einer Viertelstunde dort und husten unaufhörlich. Entweder sie wollen die ganze Crew anstecken, oder wollen etwas von mir."
    Der Turianer seufzte beschämt, schwieg für einige Momente und wusste erst nicht, was er sagen wollte, "Cerberus hat sie nicht umsonst eingestellt."
    Kelly Chambers strahlte glücklich. "Wollen Sie über sich und Ihre Gefühle über Shepard reden?"
    Garrus machte erschrocken einen Schritt nach hinten. "Machen Sie mal halt!"
    Die Yeoman musste lachen. "Tut mir Leid, aber Sie sind nicht gerade subtil mit ihren Gefühlen, Garrus."
    Der Turianer seufzte schwer und schüttelte den Kopf. "Sie haben ja Recht. Es ist nur... es ist einfach schwierig."
    Kelly nickte verstehend.
    "Sie ist ein Mensch, eigentlich darf ich eigentlich nichts für sie empfinden und doch..."
    "Lieben Sie sie, nicht?", unterbrach ihm der Yeoman freundlich und Garrus nickte zögernd. Dann hob sie tadelnd den Zeigefinger, "Aber machen Sie sich keine Gedanken zwischen den Rassenunterscheiden, Garrus."
    "Aber...", wollte der Turianer widersprechen, aber Kelly setzte fort.
    "Nein, Garrus, Sie lieben sie und das ist alles was zählt. Wollen Sie wirklich wegen so etwas verlieren?"
    "Ich..." Der Turianer wusste offensichtlich nicht, was er sagen wollte und schüttelte einzig verunsichert den Kopf.
    "Aber wenn Sie zögern, aufgrund Shepards Gefühle Tali gegenüber..."
    Verwundert sah der Turianer Kelly Chambers an und wollte gerade was sagen, als plötzlich an ihrer Konsole etwas aufblinkte.
    "Oh", sagte der Yeoman verwundert, nachdem sie nachgesehen hat, von wem die Nachricht stammte und drehte sich überrascht zum Turianer um. "Eine Nachricht vom Unbekannten. Er will mit Shepard reden."

    Commander Shepard, in ihrer N7-Rüstung die sie von der Allianz erhalten hatte, stand dem Unbekannten, ihrem Gönner, gegenüber.
    Sie wusste, es war nur eine holografische Übertragung gewesen, und doch war es jedes mal ein fesselnder Moment gewesen: Eine der mächtigsten Menschen gegenüber zustehen, der sogar einem vom Tod zurückgebracht hatte.
    Er hatte in einer Hand eine Zigarette gehabt, aus deren Spitze eine Rauchfahne stieg. Er hob neugierig den Blick und zog dann ein weiteres mal an der Zigarette. Während er ausatmete, sprach er: "Shepard, schön Sie wohlbehalten zurück zusehen. Ich habe gehört, die Rekrutierung von ihrer ehemaligen Kameradin lief problemlos?"
    Shepard lächelte spitz und hielt den Kopf schief. "Wir haben einige Geth unterwegs gestört"
    "Das hatte ich erwartet", erwiderte der Unbekannte ruhig und zog ein weiteres mal an seiner Zigarette, "Aber ich hatte auch erwartet, dass sie für Sie keine Probleme sein werden. Trotzdem mein Glückwunsch, Shepard, für das Wiedersehen ihrer alten Freundin."
    "Tali ist nicht gut auf Cerberus zu sprechen", erwiderte Shepard nicht mehr lächelnd.
    Der Unbekannte zeigte keinerlei Reaktion ins Gesicht. Im Gegenteil, er behielt weiterhin mit seinem glühenden Augen den weiblichen Commander im Blick. "Wie viel hat sie verraten?"
    Shepard kreuzte ihre Arme vor der Brust. "Das Cerberus die Flottille angegriffen hat."
    "Überbewerten Sie das nicht, Shepard", erwiderte der Unbekannte ruhig, "Es wurden Fehler gemacht, auf beiden Seiten, das gebe ich zu, aber das hat keinerlei Bedeutung. Ihre Rekrutierung gegen die Collectoren, das ist von Bedeutung!"
    "Wenn sie meinen", sagte der weibliche Commander seufzend und zerzauste entnervt ihr schwarzes Haar.
    Der Unbekannte beobachte sie einige Sekunden lang. Er schüttelte den Kopf, während er seine Zigarette in einem Aschenbecher drückte. Mit der anderen Hand drückte er auf einer kleinen Tastatur, woraufhin zwischen ihm und Shepard ein Hologramm projiziert wurde. Sie brauchte einige Sekunden bis sie die länglichen Formen zusammenfassend erkennen konnte: Es war eine Fregatte gewesen, dessen Struktur von Menschen stammen mussten. An den Seiten war das Emblem von Cerberus angebracht gewesen.
    "Und das ist?", fragte Shepard misstrauisch.
    "Die Charon", antwortete der Unbekannte ruhig und stand von seinem Sessel auf und stellte sich direkt neben dem Hologramm des Schiffes, "Eines unserer Forschungs-Schiffe."
    "Was ist damit passiert?", fragte der weibliche Commander und ein schlechtes Gefühl keimte in ihr auf.
    "Das müssen sie herausfinden", erwiderte der Unbekannte entschieden. "Es war gerade auf dem Rückweg von einer Nachforschungs-Mission in den Terminus-Systemen gewesen. Es kam aber nie zurück. Ich würde nie Sie dafür beauftragen, aber Sie befinden sich dem Schiff am nächsten. Ich werde EDI die Koordinaten der vermuteten Position des Schiffes schicken."
    "Was wird mich bei der Ankunft erwarten?", fragte Shepard besorgt. Sie war bereits halb im Gedanken auf der Mission gewesen. Handfeste Arbeit zog sie vor, als stundenlange Gespräche mit dem Unbekannten, der einem ohnehin im Kreis führte.
    Der Unbekannte setzte sich von neuem auf seinem Stuhl, dabei eine neue Zigarette dabei anziehend. "Wer weiß. Batarianische Sklavenhändler, Kroganische Piraten, Geth oder gar Collectoren. Alles kann Sie erwarten. Bereiten Sie sich angemessen auf alles vor."
    Er drückte daraufhin einen weiteren Knopf seines Stuhls, woraufhin die Übertragung abbrach. "Viel Glück."
    Mit schüttelnden Kopf ging Commander Shepard zum Cockpit um Joker zu sagen, wo das neue Ziel sei.
    Aber als sie bei ihm ankam, hatte er bereits den Kurs zum Ziel angenommen und Shepard begann seufzend ihr Einsatzteam vorzubereiten.

    ""If your worries and doubts torment you, then just stop thinking about them." Momiji Binboda,"
  2. Reaper15

    Registriert am: 13.03.11

    Beiträge: 8106

    Okay nicht schlecht ich bin beeindruckt

    "Want to make a Contract? With me/人◕ ‿‿ ◕人\"
  3. ssgtgriggs92

    Registriert am: 30.09.09

    Beiträge: 3759

    Die Syntax, Grammatik und Rechtschreibung ist sehr gut und auch dein Schreibstil gefällt mir.
    Alles ist sehr spannend und detalliert erzählt, mit vielen Adjektiven.

    Was mir nicht so gefallen hat, war das Szenario.
    Ich persönlich bin nicht wirklich ein Freund, davon wenn man für ein "SpinOff" (also eine Nebenstory neben der Haupthandlung) die selben Charaktere verwendet. Lieber hätte ich es, wenn man Ereignisse, Orte oder Charaktere verwendet, die in den Spielen/Büchern/Comics eher weniger thematisiert wurden.
    Den Portal-314-Vorfall (Erstkontaktkrieg) finde ich sehr interessant oder den Skyllianischen Angriff batarianischer Piraten auf die Erden-Kolonie Elysium. Oder die Genophage...

    Vor allem bei MassEffect ist dein Weg sehr schwierig, da wirklich jeder Spieler "seinen" Shepard hat und ihn eben auch anders kennt und sich mit ihm anders identifiziert. Ich z.B. konnte mich mit dem Shepard in deiner Fanfiction kaum identifizieren, da mein Shepard wirklich komplett anders war.

    Vielleicht hättest du da Garrus' Geschichte erzählen können, wie er in Omega mit seinem Team aufgeräumt hat und dann verraten wurde. Garrus ist ohnehin die coolste Socke...^^

    "When girls go wild, they show their tits to people. When women go wild, they kill men ... and drown their kids in the tub."
  4. Nerdor1337

    Registriert am: 22.04.09

    Beiträge: 2135

    Finde den Anfang jedenfalls schonmal wirklich interessant. Deine Shepard hat eine Persönlichkeit, die ganz gut rüberkommt, was mir bisher gut gefallen hat. Die Entscheidung die Geschichte mit Shepard zu schreiben, kann zwar für einige dann nicht mit ihrem eigenen Spielerlebnis übereinstimmen aber störte mich jetzt in dem Fall gar nicht und finde es durchaus interessant andere Versionen als meine eigenen Spieldurchläufe kennen zu lernen (wenn auch etwas ausgeschmückt natürlich ^^).

    Zur Grammatik~: Es sind zwar immer noch hier und da einige Fehler in den Fällen vorhanden ("dem" statt "den" oder Ähnliches z.Bsp) und das Wort "gewesen" kommt teilweise zu oft vor aber es ist (wenn ich mich recht erinnere) eine deutliche Verbesserung zu den Kapiteln der SSBB FF, welche ich gelesen habe und stört eigentlich kaum beim lesen. Und der Text an sich ist sehr gut geschrieben. Soll also keine übermässige Kritik sein, mich hat es nicht gestört, denke nur, da du ja geschrieben hast du möchtest Autorin werden, dass du die Texte vielleicht noch korrekturlesen lassen solltest, wenn du sie mal an einem "professionelleren" Ort als einem Games Forum vorlegst :-P

    Einziger (persönlicher) "Kritikpunkt" von meiner Seite: Garrus hat in deiner Geschichte irgendwie eine ziemlich andere Persönlichkeit als in den Spielen. Also viel unsicherer und verlegener. Aber vlt habe ich das auch falsch in Erinnerung, ist tatsächlich schon ein Weilchen her seit ich ME das letzte mal durchgespielt habe.. ^^

    Aber wie gesagt, insgesammt gefällt es mir bisher wirklich gut, freue mich darauf mehr zu lesen ^^

    "Zehn Kupferlinge für ein paar Eier. Wegen des Kriegs, heisst es... Dabei ziehen die Hühner gar nicht in den Krieg. "

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